Der MX-5 ist ein Auto, das man selten aus Vernunft kauft. Trotzdem lohnt es sich, vorher ein paar praktische Fragen zu klären — damit die Freude länger hält als der erste Sommer.
Gepäck: weniger, als Sie denken — aber genug
Rund 130 Liter Kofferraum klingen wenig. In der Praxis passen zwei weiche Reisetaschen für ein langes Wochenende hinein. Was nicht funktioniert: Hartschalenkoffer, Getränkekisten oder der Baumarkteinkauf. Wer den MX-5 als einziges Fahrzeug fährt, sollte das ehrlich einplanen.
Winter: geht, mit Einschränkungen
Mit ordentlichen Winterreifen ist der MX-5 wintertauglich. Der Hinterradantrieb verlangt etwas mehr Gefühl beim Anfahren, das geringe Gewicht hilft dafür beim Bremsen. Wer im Winter viel fährt, sollte die RF-Variante mit festem Klappdach in Betracht ziehen — mehr Ruhe im Innenraum und weniger Kondensfeuchtigkeit.
Verdeck: Pflege lohnt sich
Das Stoffverdeck lässt sich vom Fahrersitz aus mit einer Hand öffnen — einer der Gründe, warum der MX-5 so oft offen gefahren wird. Damit es lange dicht bleibt: zweimal im Jahr imprägnieren, nie bei Frost öffnen und das Verdeck nicht dauerhaft nass zusammenfalten.
Unterhalt: günstiger als sein Ruf
- Verbrauch: real meist zwischen 6,5 und 7,5 Litern.
- Versicherung: moderate Einstufungen, deutlich unter vergleichbaren Sportwagen.
- Wartung: konventionelle Technik ohne Turbolader oder Doppelkupplung.
- Wertstabilität: gepflegte Exemplare halten ihren Wert überdurchschnittlich gut.
1,5 oder 2,0 Liter?
Der kleinere Motor ist leichter und wirkt spielerischer — er passt zum Grundgedanken des Fahrzeugs. Der Zweiliter ist auf der Autobahn souveräner und beim Überholen entspannter. Wenn Sie überwiegend Landstraße fahren, probieren Sie unbedingt beide.
Rund um München
Die Strecken Richtung Schliersee, Kochelsee oder über die Kesselbergstraße sind gemacht für dieses Auto. Für die Probefahrt planen wir gern eine längere Runde ein — bei gutem Wetter und offenem Verdeck ist die Entscheidung meist ohnehin gefallen.